Diese beiden Begriffe werden oft durcheinander verwendet, stehen aber nicht für dasselbe. Der Unterschied ist einfach: Whey ist eine Art von Proteinpulver, kein Synonym dafür.
Das Verhältnis zwischen beiden
Proteinpulver ist der Sammelbegriff für alle Pulver, in denen Protein konzentriert ist. Darunter fallen tierische Quellen wie Whey, Casein und Ei, und pflanzliche wie Erbse, Reis, Hanf und Soja.
Whey, auf Deutsch Molkenprotein, ist eine davon. Es stammt aus Milch und ist ein Nebenprodukt der Käseherstellung: die klare Flüssigkeit, die übrig bleibt, wenn Milch gerinnt. Diese wird gefiltert, eingedickt und zu Pulver getrocknet.
Alles Whey ist also Proteinpulver, aber nicht jedes Proteinpulver ist Whey.
Warum Whey in dieser Reihe heraussticht
Der Unterschied zwischen Proteinquellen liegt nicht nur in der Menge an Protein, sondern vor allem in dessen Zusammensetzung. Proteine bestehen aus Aminosäuren, und neun davon kann dein Körper nicht selbst herstellen. Die müssen aus der Nahrung kommen.
Whey enthält alle neun, in einem Verhältnis, das gut zu dem passt, was Muskelgewebe braucht. Was es besonders auszeichnet, ist der Gehalt an Leucin.
Die Rolle von Leucin
Leucin ist eine dieser neun essenziellen Aminosäuren, aber es liefert mehr als nur Baumaterial. Es wirkt als Signalstoff: es setzt den Prozess der Muskelproteinsynthese in Gang, bei dem dein Körper neues Muskelgewebe aufbaut.
Dieser Prozess hat eine Schwelle. Unter etwa zwei bis drei Gramm Leucin pro Mahlzeit kommt er nicht richtig in Gang. Kommst du darüber, wird er angestoßen.
Whey enthält von Natur aus genug Leucin, um diese Schwelle mit einer normalen Portion von fünfundzwanzig bis dreißig Gramm zu erreichen. Das macht es effizient: du brauchst relativ wenig davon.
Wie sich pflanzliche Proteine dazu verhalten
Pflanzliche Quellen haben einzeln betrachtet ein weniger vollständiges Aminosäureprofil. Erbsenprotein ist zum Beispiel reich an Lysin, aber ärmer an Methionin, bei Reisprotein ist es genau umgekehrt. Und der Leucingehalt liegt in der Regel niedriger als bei Whey, wodurch du eine größere Portion brauchst, um dieselbe Schwelle zu erreichen.
Dafür gibt es eine Lösung: Quellen kombinieren. Wo die eine zu kurz kommt, ergänzt die andere. Aus diesem Grund besteht unser Vegan Protein aus drei sich ergänzenden Quellen, Erbsenproteinisolat, Reisproteinisolat und Hanfprotein, die zusammen ein möglichst optimales Aminosäureprofil ergeben.
Was bedeutet das für deine Wahl
Isst du Milchprodukte, dann ist Whey die effizienteste Option pro Gramm. Ernährst du dich pflanzlich oder verträgst du Milchprodukte schlecht, dann funktioniert ein gut zusammengesetztes pflanzliches Pulver ebenfalls, sofern es mehrere Quellen kombiniert. Ein einzelnes pflanzliches Protein ist eine weniger vollständige Wahl.
Über den Autor
Kemail Verhoeven ist Gründer von AP Nutrition. Er treibt seit fünfzig Jahren Sport: Basketball, Kampfsport, Krafttraining und Triathlon. Nach einer Reihe von Verletzungen und Knochenbrüchen vertiefte er sich in Verletzungsprävention, Regeneration, Ernährung und Bewegungslehre. Dieses Wissen hat er sich selbst angeeignet und es bildet die Grundlage der Produkte, die AP Nutrition in Eigenregie entwickelt und herstellt.
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